Wir waren dabei...
Als am 26.02.06 ,gegen 08.00 Uhr, die Meldung vom SWF 3 über den
Äther ging, dass in Neuwied eine 10 Zentner Bombe aus dem 2. Weltkrieg
am Rheinufer gefunden und am gleichen Tag entschärft werden sollte, ahnte
von uns noch keiner, dass wir mitten im Geschehen integriert sein sollten.
Nun aber zum chronologischem Ablauf.
Gegen 12.00 Uhr erhielt unser Fahrzeugwart, Bernd Gottschalk, vom
Kreisverband Neuwied die Aufforderung sich mit speziell geschulten
Kräften zur
Verfügung zu halten.(VORALARM ) Nachdem die Bereitschaftsleiterin ,
Sibylle
Limbach, der JRK-Leiter, Helmut Limbach und die zur Verfügung stehenden
geschulten Kräfte, Bernd Grendel,Timo Hoss ,sowie
der Orga-Leiter, Markus Broich, von der hiesigen Rettungswache,
ebenfalls
informiert wurden, konnte nach ALARMAUSLÖSUNG um 14.00 Uhr, die Fahrt
nach
Neuwied zum Einsatzort ( Rettungswache Neuwied ), losgehen.
Gegen 15.00 Uhr trafen wir dort ein und begrüßten andere ,uns aus den einzelnen
Ortsverbänden , bekannte Gesichter.
Aber es blieb keine Zeit für lange Small-Talks.
Nach der Erfassung ging es zügig in die uns zugeteilte Blindenschule nach
Feldkirchen.
Dort angekommen, wurden wir bereits von den Offiziellen der SEG Betreuung
Niederbieber erwartet und begrüßt.
Nach kurzer Lagebesprechung und Einweisung wurden alle auf ihre entsprechenden Aufgaben für die nächsten Stunden eingeteilt.
Gegen 16.00 Uhr kamen die ersten evakuierten Menschen aus dem Bereich
Neuwied-Irlich.
Wer glaubt, dass nun aufgrund der besonderen Situation , seitens der Menschen
Hektik und Panik ausbrechen würde, der irrt gewaltig.
Sehr besonnen, aber auch mitunter sehr angeregt, unterhielt man sich mit seinen
Nachbarn, man hatte ja mal Gelegenheit in aller Ruhe Gespräche zu führen.
So verging die Zeit!
Nachdem , gegen 19.00 Uhr die anwesenden Menschen mit belegten Brötchen
und Getränken versorgt waren, kam unser Bereitschaftsleiter, Frank Nehls nach,
der verschiedene Spiele und ein Radio mitbrachte, welches von den anwesenden
Menschen begeistert aufgenommen wurde.
Trotz dieser "Ablenkungen" stieg die Spannung, da der Zeitpunkt ,das Entschärfen der Bombe, für 20.00 Uhr geplant war.
Gespannt wartete man nun auf die Nachrichten, das Radio wurde entsprechend
laut gestellt, die Konzentration der spielenden Menschen ließ merklich nach
und dann kam sie: über Funk kam die Nachricht von der Leitstelle um 20.20 Uhr,
dass die Bombenentschärfung einen positiven Verlauf genommen hat und die
Evakuierung somit beendet sei.
Jubel brach aus, die Leute klatschten, hier und da war ein kleines Tränchen zu
sehen, aber die Freude überwog und binnen kurzer Zeit war die Aula der Schule,
bis auf Einige wenige, die mit dem KTW transportiert werden mussten, geleert.
Der Hausmeister der Schule hat uns Hilfskräften mit Rat und Tat zur Seite
gestanden , sodass wir gegen 21.00 Uhr abrücken, unseren Orga-Leiter
in Neuwied noch abholend,und unseren Heimweg antreten konnten.
Gegen 22.30 Uhr waren wir alle, geschafft, aber trotzdem erleichtert und
glücklich wieder zu Hause